Naturbeobachtungen August 2010


1.8. Wespenspinnen haben im Wisenfurt ihre kunstvollen Netze gesponnen und lauern auf ihre Opfer. Im Schnitt benötigt eine Wespenspinne 40 Minuten für den Netzbau. Charakteristisch für das Netz der Wespenspinne ist ein häufig sehr kräftiges, zickzackförmiges Gespinstband in vertikaler Ausrichtung ober- und unterhalb der Nabe, das sogenannte Stabiliment.

 

2.8. ein Baumfalke jagt über dem Buchser Kulturland

 

6.8. Ein Flussregenpfeifer birgt seine 4Jungen unter sich auf der winzigen, nicht überschwemmten Stelle der Insel. Sie kommen davon. Stieglitze tun sich gütlich an den Sämereien der schönen Magerwiese entlang der Geleise.

 

7.8. Der Vogelzug ist im vollem Gange.Das Saxerriet ist ein wichtiger Sammelplatz für Störche geworden. Auf dem Feld sind 34 Weisstörche und 5 Schwarzstörche in nasser Wiese zu sehen. Nach intensiven Regentagen hat es in den Wiesen und Äckern viele Nassstellen. Die Zugvögel finden reichlich Nahrung, so kann man doch einige Beobachtungen machen. 4 Kiebitze, 4-5 Bruchwasserläufer, 4 Waldwasserläufer, 25 Rotschenkel, 10 Bekassinen, 7 Gr. Brachvögel, ca. 30 Dohlen in Rabenkrähenschwarm, ca. 150 Ringeltauben in den abgeernteten Äckern und 2 Baumfalken

 

9.8.Die Mönchsgrasmücken bedienen sich bei den Trauben, auch sie benötigen Fettreserven für den Flug ins Winterquartier.

 

11.8.Grabs, Marktplatz. Aus der Deckung heraus jagt ein Sperber Spatzen, erwischt aber keinen.

 

12.8. Trauerschnäpper im Garten, leider fast nur noch auf dem Zug zu sehen. Am Grabserberg sitzen mehre Mäusebussarde bei schlechtem Wetter auf den Warten, darunter ist ein Wespenbussard auszumachen, dieser ist etwas heller und schlanker aber mit Sicherheit anhand der Schwanzbinden zu bestimmen.

 

13.8. Fredi Bühler kann wieder schöne Beobachtungen im Saxerriet machen. 22 Waldwasserläufer, 41 Bekassine, 21 Alpenstrandläufer, 3 Kiebitz, 1 Flussregenpfeifer, 1 Rotmilan, 36 Weissstörche, ca. 100 Distelfinken, mehrere Dohlen, 8 Krickenten lauter Weibchen. Ein Überraschungsgast war auszumachen ein junger Triel. Das Werdenberg entwickelt sich zu einem internationalen Zugvogelgebiet.

 

13.8. Grabs, Marktplatz Grauschnäpper füttern noch 2 Jungvögel. Ein Fitis ist auf Insektenjagd.

 

14.8. im Garten sonnen sich 3 ausgewachsene Zauneidechsen, ein Männchen und zwei Weibchen. Innerhalb einer Woche ernten 2 Tannenhäher einen Haselstrauch leer. Diesen Sommer konnte Hans Vetsch in den Höfen auf 750m eine erste Schwarzkehlchenbrut feststellen. Verbreitungsschwerpunkt ist entlang des Rheindamms. In den letzten Jahren wurden neue Brutgebiete erschlossen, wo extensive bewirtschaftete Strukturen vorhanden sind.

 

20.8. die meisten Schwarzkehlchen und Goldammern sind weg. Reife Beeren und Früchte sind Nahrung für die Zugvögel. Mit Beeren und Früchten tragenden Bäumen und Sträuchern kann man sie auch in die Gärten locken. Beliebt sind Vogelbeeren, Rot- und Schwarzdorn, schwarzer Holunder, Hartriegel und Pfaffenhütchen.

 

Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

 

Wespenspinne

Foto: Wespenspinne