Naturbeobachtungen April 2011
1.4. Auf der Sonntagsexkursion können die Teilnehmer Buntspecht, Kleinspecht und Steinschmätzer beobachten. Der Eisvogel fliegt beim Afrika. Eine Kohlmeise stiehlt während der Abwesenheit einer Rabenkrähe, aus dessen Nest, einen kleinen Büschel Haare für ihre Nestpolsterung.
2.4. Fredi Bühler beobachtet einen Rotmilan, der über dem Marktplatz Grabs kreist und dann zu Boden gleitet. Hier ergreift er Essensreste mit den Fängen und lässt sie nach einer kurzen Kostprobe wieder fallen.
4.4. Am Morgen jagt eine Fledermaus nach Insekten.
5.4. Die Mönchsgrasmücken sind zurückgekehrt aus dem Süden und machen sich durch ihren Motivgesang bemerkbar.
6.4. Viele Kiesinseln sind wieder von Flussregenpfeifern besetzt. Da sie die Eier fast ungeschützt in Mulden zwischen Steine legen, können diese leicht zertreten werden. Darum bitte Hunde nicht frei laufen lassen, vorsichtig gehen, am ehesten auf dem Sand. Bei Warnrufen, die nicht zu überhören sind, langsam weggehen.
12.4. Am Rhein fliegen Rauch- und Mehlschwalben. Nach sommerlichen, trockenen Tagen folgt ein Tief mit stürmischen Winden.
13.4. Felsenschwalben jagen über dem Werdenbergersee.
16.4. Seit zirka 2 Wochen singen Mönchsgrasmücken von den alten Bäumen am Marktplatz Grabs. Ein Kleiber brütet dort in einem alten Nussbaum. Im Dorfbach ist regelmässig die Gebirgsstelze zu sehen, auch Distelfinken tun sich gütlich an den jungen Samen des Löwenzahns. Sein speziell schmaler Schnabel eignet sich sehr gut für die Gewinnung von Samen.
17.4. Eine Wacholderdrossel hat am Giessen einen Kirschbaum als Nistort ausgesucht und erfolgreich Junge aufgezogen.
21.4. Einen gossen Bruterfolg kann auch Kurt Marti bei einer Stockente beobachten, die mit ihren 10 Jungen im Buchser Kanal schwimmt.
23.4. Die erste Orchidee, die Helmorchis, blüht am Rheindamm. Bald werden weitere dazukommen. Die erste Nachtigall ist zu hören.
24.4. Der Kuckuck ruft im Malschüel und im Seveler Auenwald. Wer muss wohl seine Eier ausbrüten und die Jungen aufziehen. Das Weibchen legt je ein Ei in das Nest derselben Vogelart. Die Pflegeeltern kennen den Kuckuck und versuchen die Eiablage zu verhindern, oft vergebens. Der frisch geschlüpfte Kuckuck wirft die rechtmässigen Jungen aus dem Nest.
25.4. Im Winter gesellen sich Dohlen (Turmdohlen) mit Rabenkrähen zusammen, das ist nichts aussergewöhnliches. Scheinbar hat es zwei Dohlen im Werdenberg gefallen, so dass sie im Wisenfurt blieben. Vielleicht brüten sie auch hier. Meist brüten sie in Kolonien. Als Nistorte benützen sie Spalten, Höhlungen und Nischen in Bäumen, Felsen und Gebäuden z.B. in St.Gallen am Domturm.
26.4. auf der Buchser Malbun kullern die Birkhähne. Die bedrohte Ringdrossel ist zum Glück öfters zu hören. Der Baumpieper landet wie ein Fallschirmchen auf einem Fichtengipfel.
29.4. Den weitragenden Gesang der Nachtigall hört man bis in die Familiengärten. Dieses Areal hat sich ein Hausrotschwanz zu seinem Zuhause gemacht.
Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

Foto von Philipp Rohner: balzender Brikhahn