Naturbeobachtungen August 2011
1.8. Im Suggalisgraben bei Sax hält sich schon seit längerer Zeit ein Kranich auf. Ca. 50 Distelfinken finden auf der grossen, neu angelegten Blumenwiese von Heeb Martin Nahrung. Solche Wiesen sind wertvoll für die verschiedensten Tierarten, sowie Vögel, Insekten, Rehe und Hasen. Für den Mensch ist dies eine Augenweide. Hier befinden sich auch junge Hochstammbäume mit verschiedenen Nistkästen und einem Wildbienenhotel.
3.8. Beim Marktplatz Grabs erscheint überraschend aus der Deckung ein Sperber und erbeutet einen Haussperling. In der Nachbarschaft werden diese Vögel gefüttert. Natürlich lockt die Spatzenschar den Serber an. Er nützt die Deckung aus, indem er an Hecken entlang und über Dächer fliegt und so seine Nahrung erbeutet. Das ist für ihn nicht ungefährlich, denn bei dieser rasanten Jagd kann er mit Drahtgittern und Scheiben kollidieren und sich so verletzen.
5.8. Wie ein Kolibri fliegt ein Hausrotschwanz über einer Holderdolde, um eine reife Beeren zu erhaschen.
10.8. Am Rhein werden Jogger von den Schwarzkehlchen beschimpft, denn sie führen noch Junge. Goldammern sind auch noch anzutreffen.
12.8. Mehlschwalben auf dem Zug! Da elektrische Drähte weitgehend fehlen, versammeln sich die Mehlschwalben auf Dachfirsten und grossflächigen Dächern, z.B. auf dem Dach der Sekundarschule Buchs. Dort gibt es dank der Sonneneinstrahlung auch viele Mücken als Futter. Ca. hundert Stare ernten die Beerensträucher am Giessen ab.
13.8. Zwei Paaren des Neuntöters ist es gelungen, am Grabserberg Junge aufzuziehen. Sie haben sich den Platz mit den vielfältigsten Strukturen an Hecken und Wiesen ausgesucht.
16.8. Die Weissstörche haben das Saxerriet als Zwischenstation entdeckt. Es werden 52 Weissstörche und 33 Graureiher gezählt. Das Futterangebot auf den Wiesen muss riesig sein. Gegen Mittag steigen 30 Störche in der Thermik spiralförmig immer höher. Im Windschutz des Gasenzenbachs betteln unüberhörbar zwei junge Baumfalken.
17.8. Im Schutz des Waldstreifens schleicht ein Fuchs beim Golfplatz umher. Viele Bachstelzen suchen im frisch gemähten Gras nach Nahrung. Ein Neuntöterweibchen präsentiert sich auf einem Pfahl des Weidezauns und lässt sich von der Sonne wärmen. Ein Wiesel ist bei seiner Futtersuche so beschäftigt, dass es die Beobachter gar nicht bemerkt.
21.8. Im Wisenfurt ist die Baumfalkenbrut mit 3 Jungen erfolgreich verlaufen. Sei es in Dorfnähe oder Wald, der Grünspecht ist allgegenwärtig.
27.8. Der Kälteeinbruch verursacht einen Zugstau. Deshalb sind bei uns selten gewordene Arten wie Gartenrotschwanz, Schafstelzen, Steinschmätzer, Nachtreiher, Hohltauben und Trauerschnäpper zu beobachten, dazu Grauschnäpper und viele Laubsänger. Nahrung bieten Hecken mit Beerensträucher und Krautsäume. Besonders beliebt sind Strecken am Kanal und Giessen.
29.8. Frühmorgens lässt ein Trauerschnäpper seinen lauten und rhythmischen Gesang hören (fast im Volkstanztakt). Das Vogelbädli wird zum Trinken und Baden aufgesucht.
Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

Foto: Trauerschnäpper