Naturbeobachtungen Dezember 2011
1.12. Die Bergfinken sind da. Es ist nur ein kleiner Schwarm, der den Buchser Mischwald lebendig macht. Buchnüsse zu fressen gäbe es für viele. Bergfinken kommen im Winter hierher aus ihrem Brutgebiet, das sich von Norwegen bis Ostasien erstreckt. Manchmal sind es Millionen, die Richtung Süden fliegen, dorthin, wo es reichlich Buchnüsse gibt.
5.12. ein Schwarm Wacholderdrosseln, Amseln und Buchfinken haben das Fallobst in der Baumschule an der ÖBB entdeckt. Daran werden sie sich viele Tage lang gütlich tun. Wacholderdrosseln sind selten einzeln zu sehen. Sie brüten auch in kleinen Kolonien. Gemeinsam spritzen sie einen Feind mit Kot voll, so dass er weg fliegt oder sogar stirbt.
11.12. Rotkehlchen singen in allen Quartieren.
14.12. Föhnige Wärme lässt den Löwenzahn blühen! Beim Flaggalaplatz sind Gimpel zu hören und die Eichelhäher krächzen am Kanal.
16.12. Sturm Joachim fegt über das Land und wir bleiben einmal mehr von schlimmeren Schäden verschont.
19.12. Wo sich Singvögel ansammeln, ist öfters der Sperber in der Nähe, hie und da auch bei Futterstellen. Aus einem Schwarm heraus kann er keine Beute fangen. Ein einzelner oder schwächerer Vogel wird seine Nahrung.
21.12. Ein Kleinbagger verteilt Humus nördlich der Familiengärten Buchs. Dies haben zwei Kiebitze bemerkt und sie suchen nach Futter auf der aperen Wiesenfläche. Krähen und Dohlen finden ihr Futter unter dem Schnee, sie wissen genau, wo noch Maiskolben liegen.
23.12. Im Ceres kann man Buchfinken an der Futterstelle in Begleitung von einigen Bergfinken beobachten. Nur vereinzelte Mäusebussarde finden sich an der Futterstelle ein, obwohl sehr viel Schnee liegt. Letztes Jahr waren um diese Jahreszeit täglich zwischen 5-10 Stück zugegen. Auch entlang der Autobahnen sichtet man bedeutend weniger Bussarde. Den Grund dafür kann man nicht mit Bestimmtheit sagen.
25.12. Wasseramseln singen und tauchen im Rhein, Kanal und Giessen. Das Wasser perlt an ihnen ab. Sie frieren nicht, im Gegensatz zu uns.
28.12. Bei Eggenberger Peter an der Rietstrasse sind Distelfinken am Futterhäuschen. Diese sind seit einigen Tagen dort. Distelfinken sieht man um diese Jahreszeit in unserer Gegend eher selten, weil sie in wärmere Gegenden ausweichen. Am ehesten trifft man sie um diese Jahreszeit an der Innenseite des Rheindamms, weil dort noch Sämereien zu finden sind.
Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

Foto: Stieglitz