Naturbeobachtungen Juli 2011

 

3.7 Bei der monatlichen Exkursion können wir Hausrotschwanz, Feldspatzen, Goldammern, Schilfrohsänger, junge Stiglitze, Turmfalken und Schwarzmilan beobachten.

 

5.7 Ein Blaukehlchen als Überraschungsgast im Wisenfurt

 

6.7 Vom Grabser Maienberg bis oberhalb der Mühle gibt es an neun Standorten die selten gewordenen Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt. Sie brauchen nebst dichten Sträuchern, am liebsten mit Dornen, eine vielfältige Vegetation, immer dabei ein Stück Riet, das nicht vor dem Herbst gemäht werden darf. Sie suchen ihre Nahrung vorwiegend am Boden, grosse Insekten, kleine Reptilien und Mäuse. Als Vorrat spiessen sie die Beutetiere an Stacheln auf. Jungvögel müssen das Aufspiessen von ihren Eltern lernen, dazu gehen sie 3-4 Wochen in die Lehre.

 

9.7 Eine Rabenfamilie gefährdet junge Flussregenpfeifer auf einer Kiesbank. Die Altvögel setzen sich den Raben laut schreiend vor die Füsse und umrennen sie. Ein Altvogel watschelt flügelschlagend vor einem Raben her, als wäre er flugunfähig. Der Rabe folgt ihm und wird so von ihm weg gelockt. Dies nennt man Verleiten.

 

18.7 Girlitze sind auf Besuch bei Toni Britschgi. Ein Hausspatz wird von einem jungen, flüggen, nimmersatten Hausrotschwanz angebettelt, seine Mutter löst das Problem mit einer Portion Insekten.

 

19.7 die Turmfalken haben ein gutes Jahr. Viele Jungvögel sind zu sehen, sie verraten sich durch ihre Bettelrufe. Ein verletzter Turmfalke wird beim Ablaufberg eingefangen und zur Pflege an Hans Vetsch übergeben. Der Turmfalke kann am 2.8. wieder in die Freiheit entlassen werden.

 

24.7 die meisten Mauersegler sind seit Tagen ausgeflogen. Plötzlich schwirren sie wieder um die Nistkästen am Schulhaus. Ein letztes Einprägen des Nistplatzes, damit er nächstes Jahr gefunden wird? Anfangs August ist Abflugzeit Richtung Südafrika.

 

26.7 Zugzeit auch bei den Weissstörchen. Zwischen Salez und Sennwald lassen sich mindestens 20 vom Aufwind hoch hinauf tragen, fast ohne Flügelschlag kreisen sie in einer Spirale aufwärts. Für die Störche im Saxerriet ist noch nicht Zugzeit. Sie sitzen und stehen in ihren Horsten.

 

26.7 Die ersten Tannenhäher sind wieder ins Dorf zurückgekehrt und suchen Haselnussstauden auf, dies obwohl die Nüsse noch nicht reif sind. Die Grünspechte sind wieder zu hören.

 

31.7 Bereits hat der Limikolenzug begonnen. Im Saxerriet machen 4 Wald- und 3 Bruchwasserläufer Rast im aufgeweichten Acker und in kleinen Tümpeln. Der Limikolenzug findet hauptsächlich im Monat August statt. Es braucht etwas Übung um diese Vögel/Limikolen zu sehen. Auf einer Wiese neben den Störchen befinden sich auch 4 Schwarzstörche, 2 Silberreiher und etliche Graureiher, vor allem Jungvögel, von denen die meisten unsere Gegend verlassen. Auf dem nassen Acker ein Kiebitz. Des Weiteren kann Fredi Bühler 3 Rotmilane und 4 Mäusebussarde feststellen. In den abgeernteten Feldern suchen Ringeltauben nach Körner und ziehen weiter. Es ist die grösste wild lebende Taubenart in Europa.

 

Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

 

 

Neuntöter

Foto: Neuntöter