Naturbeobachtungen Juni 2011

 

Es ist wieder die Zeit, der ungeschickt umherflatternden Jungvögel. Sie wirken auf den ersten Blick verlassen; sie werden jedoch von ihren Eltern weiter gefüttert. So lernen sie auch, immer mehr Beute selber zu fangen und werden allmählich selbstständig. Lassen Sie deshalb Jungvögel dort, wo sie sind. Sie haben die besten Überlebenschancen, wenn sie von den Altvögeln betreut werden. Einen Jungvogel allerdings, der zum Beispiel auf der Strasse sitzt, darf man mit blossen Händen aufheben und ins nächste Gebüsch bringen. Die Altvögel reagieren nicht auf den menschlichen Geruch und füttern die Jungen weiter. Ist das Junge verletzt oder wird es von den Eltern tatsächlich über eine Stunde nicht mehr versorgt, bringt man es am besten in die nächstgelegene Pflegestation. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach vermittelt gerne die entsprechende Adresse.

 

1.6. In Grabs, Umgebung Feld ist ein Waldkauz zuhören.

 

8.6. Der Tannenhäher, ein unzeitgemässer Gast im Garten, kontrolliert den Haselstrauch, den er im Herbst abernten möchte.

 

10.6. Zehn Ringelnattern werden von Fredi Bühler aus dem Wohngebiet eingefangen und umgesiedelt.

 

11.6. Seit dem Frühjahr werden Rotmilane gesichtet. Es besteht die Möglichkeit, dass diese am Grabserberg brüten. Im Werdenberg nimmt der Rotmilanbestand zu, wogegen der Schwarzmilanbestand eher stagniert. In der Lettau macht ein Paar Nilgänse rast. Nilgänse sind Parkflüchtlinge (Neozonen)

 

12.6. Eine Wasseramsel führt mitten in Buchs ein Junges. Samenstände von sogenannten Unkräutern zwischen Gemüsebeeten und an Wegrändern locken verschiedene Samenfresser an, wie Distelfinken, Girlitze, Grünfinken und Meisen. Die einzige singende Feldlerche in der Gegend versucht vergeblich, darin am Boden ihr Nest zu bauen. Schade, dass die Ackerkrautstreifen mit Unkrautvertilger vernichtet werden. Ist das notwendig oder gar verboten?!

 

13.6. im Ceres ist bei der Familie Buntspecht Hochbetrieb beim Füttern der Jungen. Auch der Grünspecht fliegt über den Tratt mit vollem Schnabel. Die Stockente führt 5 Junge im Grasschutz des Kanals. Ein Kuckuck fliegt über den Rhein. Hat er sein Kuckucksei bereits gelegt? (Brutparasitismus)

 

15.6. Das Afrika ist für ein Baumfalkenpaar ein ideales Brutrevier, hier sind sie bei der Insektenjagd zu beobachten. Im Wisenfurt sind die Kleinspechte zu hören. Eine grosse Bisamratte ist im Biberrevier auf Nahrungssuche, sie könnte mit dem Biber verwechselt werden.

 

17.6. Ein Sperber befindet sich im Grabser Dorfzentrum auf Haussperlingsjagd, die Spatzen lassen sich mindestens 30.Min. nicht mehr sehen und hören!

 

20.6. Ein seltener Gast im Afrika. Ursula Sprecher und Hans Müller fotografieren einen Purpurreiher.

 

21.6. Für Blumenfreunde: im Ruggeller Riet blühen die Sumpfgladiolen.

 

24.6. Auf der Fahrradexkursion vom OV-Buchs-Werdenberg in die Grossabünt überrascht uns ein Pirol mit seinem Gesang.

 

27.6. Bei sommerlichen Temperaturen hört man bereits um 5 Uhr Mauersegler über Buchs. Sie fliegen mit ihrem bekannten srriiirr 2-3 mal um ihre Nisthilfen bei nachsichtigen Hausbesitzern. 

 

Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

 

 

Purpurreiher

Foto von Ursula Sprecher: Purpurreiher