Naturbeobachtungen März 2011

 

2.3. Die erste Schwalbe zeigt den Frühling an. Es ist die robuste bräunliche Felsenschwalbe. Sie nistet an Felswänden, Steinbrüchen, Brücken und sie hat auch die Hausfassaden entdeckt. Mauereidechsen beim Sonnenbaden.

 

3.3. Zur Zeit kann man Gimpel/Dompfaffe beobachten. Sie machen sich vor allem durch ihre Lautäusserungen bemerkbar und dann durch ihre Farbe. Beim Männchen ist Gesicht und Kappe schwarz, die Unterseite kräftig rot und der Mantel ist aschgrau. Das Weibchen hat eine beigegraue Unterseite und einen grauen, leicht braun getönten Mantel. Seine Nahrung setzt sich aus halbreifen und reifen Samen von Wildkräutern und Knospen zusammen. Die bevorzugten Knospen von Obstbäumen werden nur im Winter und Frühjahr gefressen.

 

3.3. Der Schwarzspecht hat seinen Winterfutterplatz im Wisenfurt verlassen. Seine Spuren sind aber noch lange sichtbar. Es macht sich der Grünspecht mit seinen Rufen bemerkbar. Seine Hauptnahrung sind Ameisen. Die Mäusebussarde vom Norden sind nicht mehr an der Futterstelle anzutreffen und grösstenteils auf dem Rückweg in ihre Brutgebiete. Die Ringeltaube ist die grösste Taube und im Wisenfurt zu sehen. Die alten Spechthöhlen werden bereits von den Staren in Beschlag genommen.

 

10.3. Fredi Bühler beobachtet die ersten Grasfrösche im Campiun. An einem Weibchen klammern sich 3 Männchen fest und das Weibchen dürfte bald ablaichen.

 

14.3. Vögel auf Wohnungssuche. 2 Baumläufer schlüpfen unter die Rinde eines alten Baumes. Haus- und Feldsperlinge nisten in den Strommasten. Ein Haussperling versperrt den Blaumeisen den Zugang zum Spechtloch im Baumstamm. Die Eisvögel suchen eine Steilwand an einem fischreichen Bach. Ein Teil der Stockenten vom Werdenbergersee ist abgezogen an Bäche und Kleingewässer, wo das Weibchen seine Jungen alleine aufzieht.

 

20.3. Beim kartieren im Ceres erlebt die Gruppen vom OV-Buchs-Werdenberg einen interessanten Morgen. Schwarzstorch und Rotmilan überfliegen das Gebiet. Auch Schwanzmeisen, Kleinspecht und ein Schwarm Wacholderdrosseln werden gesichtet. Erdkröten sind zu sehen und Grasfrösche haben abgelaicht. Ein Graureiher am gedeckten Tisch. Viele Bachstelzen sind am Rhein, sehr wahrscheinlich durch den erneuten Wintereinbruch. Ein Schwarzkehlchenpaar sucht Schutz am Rheindamm. Leider hat das Rheinunternehmen fast alle Sträucher radikal abgeschnitten und so fehlt vielen Vögeln dieser Schutz.

 

21.3. Auf einem Quittenbaum lässt sich ein Kernbeisserweibchen mit hängenden und zitternden Flügeln vom Männchen füttern (Zärtlichkeitsfüttern). Das Männchen überreicht ihr einen kleinen Ast zum Nestbau. Nach der Brutzeit, teilweise schon ab Juni, ziehen die Familien zu tragenden Steinobstbäumen, insbesondere zu Kirschbäumen.

 

24.3. Am Rheindamm wird es lebendig. Goldammern und Schwarzkehlchen locken mit Gesang die Weibchen an. Hausrotschwänze und Rohrammern tanken zum Weiterflug auf.

 

25.3. Bei windstillem Wetter lohnt sich ein Waldspaziergang. Eine Vielfalt an Gesang ertönt, jede Woche kommt etwas Neues dazu.

 

Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

 

 

Kernbeisser im Futterhaus

Foto von Philipp Rohner: Kernbeisser im Futterhaus