Naturbeobachtungen Oktober 2011
1.10.16 Birkhähne werden von Fredi Bühler auf der Malbun bei sehr mässiger Herbstbalz beobachtet. Ihnen ist das Fressen von reifen Heidelbeeren wichtiger, denn der nächst Winter kommt bestimmt. Auch ein Sperlingskauz, Alpenbraunelle, Bergpieper und einige Hausrotschwänze sind zu sehen.
2.10. Buchs steckt im Nebel. Auf der Voralp bringt die Sonne die Fichtenzapfen zum öffnen. Fichtenkreuzschnäbel klettern wie kleine Papageien daran herum und picken mit ihren gekreuzten Hackenschnäbeln die Samen heraus. Ihre Brutzeit richtet sich nach dem Futterangebot, dies ist meistens zwischen Januar und Mai. Im Winter wird das Nest mit Haaren und Federn sehr warm gepolstert.
3.10. Auf den Feldern und in kurz geschnittenen Wiesen im Saxerriet können folgende Zugvögel beobachtet werden: Feldlerchen, Wiesenpieper, die weiter ziehen werden in Richtung Süden. Ein Raubwürger sucht Nahrung.
6.10. Wir geniessen einen herrlichen Altweibersommer. Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. Das Landgericht Darmstadt hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks Altweibersommer durch die Medien keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von älteren Damen darstellt.
14.10. Die Rotkehlchen singen im Rietli in genug grossen Abständen, damit es mit dem Nachbarn keinen Streit gibt.
15.10. André Lüscher aus Sevelen hat auf dem Gonzen über dem Nebelmeer ca. 150 Wildgänse, in Keilformation fliegend, beobachtet. Da er eben aus Holland zurück kam, war er mit den Wildgänsen vertraut und konnte sie bestimmen. Sie flogen Richtung Bodensee, nicht nach Süden, wie man erwartet hätte.
16.10. Nebst anderen Kleinvögeln kann in der Sennwalderau der Schwarzspecht beobachtet werden. In den letzten 2-3 Jahren konnte er vermehrt vom Herbst bis zum Frühling im Talgebiet gesehen werden. Er bevorzugt zur Nahrungsaufnahme dürre Altholzbäume, bei der er die Rinde und das morsche Holz zerhackt und die sich darin befindenden Insekten und deren Larven heraus holt zur Nahrungsaufnahme. Deshalb ist es sehr gut, wenn nicht alle alten oder kranken Bäume gefällt werden. Es gibt Forstbetriebe, welche auf die Biodiversität Rücksicht nehmen.
17.10. Der hübsche Mandarinerpel ist wieder im Giessen, dazu viele Stockenten und auch die Gänsesäger. Die Wasseramseln haben an Kanal und Giessen ihre Winterstandorte bezogen.
23.10. Auf dem Balkonsims liegt eine Sonnenblume voll reifer Kerne. Zuerst sind es nur zwei Kohlmeisen, die sich einen Kern nach dem anderen holen. Später bedienen sich auch Sumpf- und Tannenmeisen. In der Buntbrache am Rande des Saxerriets picken viele Girlitze an den Samen der kanadischen Goldrute. Ein Sperber versucht im Sturzflug einen von ihnen zu erbeuten, diesmal vergebens.
29.10. Im Schlosswald wird eine Waldschnepfe gesehen
31.10. Ein Grünspechtmännchen ist am Boden auf der Suche nach Ameisen.
Bericht: Heidi Aemisegger und Edith Altenburger

Foto: Wasseramsel