Exkursion 25.April 2010 Biodiversität

Am letzten Sonntag führte der ornithologische Verein Buchs- Werdenberg eine Exkursion unter der Leitung von Edith Altenburger zum Thema Biodiversität in der Siedlung (Gemeinde) durch.

Einleitend informierte die Obfrau des OV, dass Siedlungen gegen 6 % der Landesfläche beanspruchen und somit  auch gegeben sei, die Natur in unsere nächste Wohn- und Arbeitswelt zurückzuholen. Dazu bieten sich alle Haus- und Grundstücke an. Sei dies bei einem Einfamilien-, Mehrfamilienhaus oder andere Anlagen mit ihrer Umgebung. Gehören doch Blumenwiesen zu den attraktivsten Teilen einer natur- und vogelfreundlichen Umwelt.

Die meisten Wiesen müssen nur noch 2- 3 mal pro Jahr gemäht werden. Bereiche, offene Stellen welche, zum Spielen oder als Wege genutzt werden, können häufiger gemäht werden.

Asthaufen sind wichtige Kleinstrukturen für jeden Garten und Anlage. In Asthaufen leben Blindschleichen, viele Insekten und der Igel überwintert darin.

Holzbeigen sind ein wichtiges gutes Gestaltungselement, das Mauern ersetzen kann. Das Holz wird über viele Jahre hinweg natürlicherweise abgebaut- das heisst aber nur, dass unzählige Organismen davon und darin leben. Bachstelzen brüten gerne in Holzbeigen und Fledermäuse finden darin Unterschlupf.

Einheimische Straucharten sind wichtig für die Biodiversität. Ob Haselstrauch, Sal-Weide, Traubenkirsche, Hunds-Rose canina, Pfaffenhütchen, Liguster, Wolliger Schneeball etc. erfreuen uns gerade jetzt in der Frühlingszeit mit ihren Blüten und herrlichen Düften. Die Früchte von Vogelbeeren und schwarzem Holunder werden von rund 60 Vogelarten genutzt, jenes des exotischen Kirschlorbeers nur von drei Vogelarten.

Selbstverständlich gilt es  die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. Dies auch bei natur- und vogelfreundlichen Gärten. Wichtig sind die Abstandsvorschriften von Bäumen und Sträuchern zu Nachbarsgrundstücken und Strassen, die in der kommunalen Bauordnung ausführlich beschrieben sind, so Ludwig Altenburger.

Beim Schulhaus Hanfland informierte dieser über das Projekt „Naturnahe Gestaltung der Umgebung Hanfland“ das in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft und dem Hauswart Markus Willi in Angriff genommen wurde. So bestätigte der dazukommende Jakob Rohrer die offene Informationspolitik seitens der Naturschutzkommission.

Die Parkgestaltung beim Brunnenbach wurde von den Exkursionsteilnehmern als gut gelungen bezeichnet. Eine weiteres Biotop wurde bei Peter Hofmänner (Präsident OV) besichtigt.

Bei der am südlichen Hausteil angebrachten Nisthilfe für Wildbienen konnten wir eine aktive Nutzung dieser beobachten.

Beim Lokdepot Buchs blühen die vom OV gesetzten Vogelbeersträucher und der Wiesensalbei strahlt bereits in schönsten blau. Gesichtet wurde hier auch die etwas seltenere Zauneidechse auf der wärmenden Holzbeige. Der schöne und interessante Exkursionsmorgen nahm in der Vereinshütte seinen Abschluss.

 

Fotos Ludwig Altenburger

 

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