Traditionelle Pfingstexkursion des ornithologischen Vereins Buchs- Werdenberg

Über zwanzig Mitglieder des ornithologischen Vereins trafen sich zur traditionellen Pfingstmontags- Exkursion nach Trimmis.

Empfang und Begrüssung in Trimmis

Trockenmauern gibt es im Dorf Trimmis zuhaufKaum aus dem Fahrzeug ausgestiegen und schon zeigte sich den Buchsern ein Wiedehopf (upupa epops). Trotz des auffälligen Gefieders ist dieser oft schwer zu entdecken. Er hat einen langen, dünnen, leicht gebogenen Schnabel und sein dumpfer Reviergesang „hup-hup-hup“ konnten wir später auf der Almend hören. Am Treffpunkt des Oberstufenschulhauses begrüsste Obfrau Edith Altenburger die Vorstandsmitglieder der Naturkundlichen Vereinigung von Trimmis. Hitsch Hemmi zeigte uns Interessierten eine eindrückliche Präsentation zur Heckenlandschaft mit seinen verschiedenen Projekten.

Strasse in TrimmisIn der Gemeinde Trimmis entstand im Laufe der letzten Jahrhunderte eine kleinräumige, artenreiche Kulturlandschaft die weitgehend erhalten blieb, aber gepflegt werden muss. Für die Umsetzung ist eine Kommission zuständig, bestehend aus je einem Vertreter der Gemeinde, der Naturkundlichen Vereinigung, der Bauernorganisation und dem Revierförster. Durch verschiedene Landwirte werden über 50 ha extensiv oder wenig intensiv bewirtschaftet. Viele Parzellen sind von Hecken gesäumt oder umgeben. Die gesamte Heckenlänge beträgt ca. 22 km. Die Zielsetzung bei dieser Pflege ist die Förderung der Artenzahl. MagerwieseDie wunderschöne Allmend zeigte sich uns bei diesem ersten, schönsten und wärmsten Maitag in voller Blumenpracht (Brandorchis), dem Schwalbenschwanz, der singenden Goldammer die nicht aufhörte, bis sie alle im Spektiv bewundern konnten. Rückweg entlang von TrockenmauernBraun- und Schwarzkehlchen sonnten sich in der Morgensonne, der Neuntöter (Lanius collurio) auf der Sitzwarte und ein Wespenbussard (Pernis apivorus) mit schmalem langen Kopf, langem Schwanz sowie langen Flügeln segelte mit flach gehaltenen Flügeln über uns hinweg. Klar erkennbar waren die hellen gebänderten Schwungfedern.

 

MittagessenNach einer grosszügigen Mittagsrast mit Salaten, Bratwurst und einem feinen Dessert führte uns der Weg weiter zum erstellten Teich- Biotop.

 

Wasserfall im ScaleratobelDer Rückweg führte uns entlang von wieder instand gestellten Trockenmauern (insgesamt 15 km). Diese sind einerseits eindrückliche Kulturdenkmäler und andererseits wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. TrockenmauerSolche wunderschöne Heckenlandschaften mit all seinen Blumen und Tieren (biologische Vielfalt) gibt uns grosse Hoffnung, dass wir gemeinsam den Biodiversitätsverlust stoppen können.

NaturblumenWir verabschieden uns vom Gastgeber der Naturkundlichen Vereinigung und freuen uns auf den Gegenbesuch beim ornithologischen Verein Buchs- Werdenberg.

 

 

Fotos und Text Ludwig Altenburger

 

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