Winterwanderung des ornithologischen Vereins Buchs- Werdenberg

Am gestrigen Sonntag führte der Ornithologische Verein Buchs-Werdenberg unter der Leitung von Edith Altenburger seine traditionelle Winterwanderung durch. Eine grosse Anzahl Vereinsmitglieder stand trotz angekündigtem Sturmtief um 9 Uhr auf dem Bahnhofplatz zur Fahrt nach Grabs-Hochhaus. Der Weg führte vom Oberstaudenweg zum Rüti-Steinbruch über Vita-Parcours bis Schenkenalp ins Rietli. Man erfreute sich an den schönen Bauernhäusern mit den Pflanz- und Obstgärten. Gerade die älteren grossen Obstbäume sind für die Artenvielfalt von grosser Bedeutung. Die Misteln auf den Bäumen sind nicht nur Schmarotzer, wie sie oft genannt werden, nein, auch sie bieten gerade im Winter Nahrung für viele Vogelarten (Drosseln, Kleiber usw.). Harry Schäpper vom OV Grabs erzählte den Teilnehmern bei der kurzen «Stubete», dass er schon zweimal einen Gartenrotschwanz in seinem Vogelhaus zu Gast hatte. Der Gartenrotschwanz braucht die noch vorhandenen Obstgärten und ist leider bereits auf der Roten Liste der Schweizerischen Vogelwarte Sempach aufgeführt. Die Teilnehmer konnten einige Blaumeisen sehen und hören. Dieser kleine und sehr lebhafte Wald- und Gartenvogel ruft «tsi-tsi-tsi» oder zeternd «tser-rrretetret».

Im Steinbruch hörten und sahen die Teilnehmer der Wanderung Buntspechte, die bereits ihre Reviere anzeigten. Der Kleiber, ein untersetzter Kleinvogel, meist an grossen Bäumen rief sehr laut «twett twett» und auch sein weit zu hörender Gesang «tuituitt oder wiwiwiwi» war zu hören. An diesem Ort brütet auch der grösste Krähenvogel, der Kolkrabe. Die Wandergruppe zog dem Vita-Parcours entlang weiter über Schenkenalp durch den Buchser Dorfteil Altendorf ins Rietli. Bereits hörte man vom Greifvogelpark
her die Seeadler rufen.

 

Der Ornithologische Verein Buchs-Werdenberg auf der Winterwanderung

 

 

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Bericht erschienen am 23. Januar 2012 im W&O