Blue Flower

Ornithologische Beobachtungen im Januar 2012

1.1. Kaum zu glauben, mit einem kurzen, sehr schnellen Trommelwirbel zeigt ein Buntspecht sein Revier an. Dabei dauert es noch mehr als ein Vierteljahr bis zum Brutbeginn. Ein anderer Buntspecht hackt Nahrung aus einem Baumstamm. Dieses Hacken tönt langsam und unregelmässig. 

8.1. Ein Eichhörnchen hält sich in der Nähe einer gut frequentierten Futterstelle für Singvögel auf. Es handelt sich um ein rotes Eichhörnchen. Diese sind seltener zu beobachten. Die meisten haben eine dunkle, annähernd schwarze Farbe. 

9.1. Infolge der warmen Witterung machen in der Wisenfurt Grünspecht und Buntspecht durch ihre Rufe auf sich aufmerksam. Bei einigen Singvögeln führen Wetterwechsel von kalt auf warm zu Balzverhalten. Der Schwarzspecht ist auch zugegen und suchte an einem stehenden, dürren Baum nach Nahrung. Auf dem Boden sind die Holzschnitzel und Rindenteile sichtbar. 

10.1. Ein kleiner Schwarm Erlenzeisige fliegt von Baum zu Baum. Ihre Lieblingsnahrung sind Samen aus den Erlenzäpfchen. Kopfunter hängen sie an den Zweigen und picken die Samen heraus. Im Sommer bewohnen sie den Wald hinauf bis zur Waldgrenze. 

11.1. In der Birkenallee Buchs – Haag sitzt 1 Waldohreule. Unten auf der Weise hat es Mäuse. Leider werden hier immer wieder gesunde Bäume gefällt und nicht mehr ersetzt! 

15.1. Die schweizerische Wasservogelzählung findet bei herrlichem Winterwetter statt. Auf den Seen und grossen Flüssen werden an diesem Tag seit 50 Jahren die Wasservögel gezählt. Veränderungen von Anzahl, Arten und Herkunft der Wintergäste und vieles mehr kann damit über lange Zeit verglichen und untersucht werden. Die Zählstrecken sind so eingeteilt, dass sie zu Fuss machbar sind. Auf der Strecke von Buchs nach Lienz waren erfreulich viele Wasseramseln, Stock- und Krickenten, zur Freude der Fischer wenig Gänsesäger und kein Kormoran. 

22.1. Dohlen nutzen den stürmischen Wind um ihre Flugkünste rund um den Getreidesilo zu vollführen. 

26.1. Die Brutplätze der Wasseramseln am Rhein zwischen der Dampfbrücke und Fösera sind besetzt. 

28.1. Stieglitze singen auf den Bäumen der Hanflandkreuzung. 

30.1. Ein vielfältiger Wald verfügt auch im Winter über ein gutes Nahrungsangebot. Schwanz- und Blaumeisen turnen hoch oben an dünnen Zweigen. Buchfinken picken auf dem Boden an Buchnüssen. Der Zaunkönig schlüpft unter Totholz, wo er Insekten und Larven findet. Ein Gimpel sitzt auf einem Kirschbaum, ihm schmecken die Knospen. Amseln fressen Beeren von Stechlaub und Efeu. Kleiber klopfen die Baumstämme ab. Eichelhäher stöbern überall herum, wahrscheinlich auf der Suche nach vergrabenen Eicheln. 

31.1. Die Thermik der VfA nutzt ein Wanderfalke um in die Höhe zu steigen. Wanderfalken sind hochspezialisierte Vogeljäger. Die Nahrung besteht fast ausschliesslich aus kleinen bis mittelgrossen Vögeln, die im freien Luftraum erjagt werden. Die spektakulären Sturzflüge aus grossen Höhen bei der Jagd und die dabei erreichten Geschwindigkeiten bis zu über 180 Stundenkilometern machen ihn zum schnellsten Vogel der Welt.

Wasseramsel
Foto von Philipp Rohner: Wasseramsel