Blue Flower

März Beobachtungen 2020

Foto von Fredy Buchmann: Rotkehlchen verteidigen ihr Revier mit lautem GesangVögel bewohnen nicht nur Wälder, Felder, Wiesen und Berge. Viele Arten können auch mitten in Dörfern und Städten beobachtet werden. Deshalb ist nun die beste Zeit die Vögel vom Fenster aus zu beobachten.Es leben hier mehr Arten, umso vielfältiger die Umgebung ist. Gibt es grosse, alte Einzelbäume, unversiegelte Flächen oder sogar Parks und Gärten mit einheimischen Bäumen, Büschen und Sträuchern, steigt die Anzahl vorkommender Vogelarten stark an.

Der Erdsänger

Das Rotkehlchen, ein typischer Erdsänger, gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Gartenvögel. Es brütet vor allem in unterholzreichen Wäldern, Feldgehölzen und Parks, kommt aber auch in Gärten und Friedhöfen vor. Im Gebirge geht es bis zur Baumgrenze. Seine Nahrung besteht meist aus Insekten und Spinnen, die vorwiegend am Boden erbeutet werden. Im Herbst bevorzugen sie viele Beeren. Sein Gesang klingt feierlich und stimmungsvoll. Auch mitten in der Nacht hört man lange Strophen aus hellen, klaren, herabperlenden Lautfolgen.

Die Rückkehrer

Der März ist der Monat der Rückkehrer aus dem Mittelmeerraum. Sie sind früher hier als die Rückkehrer aus Afrika. Wer zuerst ist, kann die besten Nistplätze auslesen. Die Spätankommenden haben das Nachsehen. Dies hat sich bereits auf einige Arten negativ ausgewirkt.Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling. Trotzdem ist es schön, wenn die ersten über die Dächer fliegen. Kaum sind sie da, gibt es in diesem Jahr die kältesten Nächte dieses Winters. Die Felsenschwalben, die zuerst ankommen, sind sich an Kälte gewöhnt. Ursprünglich lebten sie bei uns in der Felsregion. Bald haben sie Brücken und hohe Häuser als geeignete Brutplätze entdeckt. Bei Sonnenaufgang jagen sie nun an der besonnten Seite der Katholischen Kirche.Die Singvögel können unbemerkt eintreffen. Erst ihr Gesang verrät sie. Plötzlich tönt es aus den Sträuchern und Bäumen zi-za, zi-za. Der kleine Unscheinbare Zilpzalp ist da. Am Krautsaum des Giessen jagt er nach Insekten.Etwa zur selben Zeit hört man am Waldrand das Lied der Singdrossel. Zwei bis dreimal ertönt dieselbe Melodie, dann eine andere Strophe. Singdrosseln sind sehr gut getarnt und trotz Amselgrösse kaum zu sehen.Endlich ist er da, der Hausrotschwanz vom Altendorf. Singen mag das hübsche Männchen noch nicht. Wahrscheinlich hat er südlich der Alpen überwintert. Vielleicht war er letztes Jahr schon hier. Jedes Aussenquartier mit älteren Häusern und Scheunen hat «seinen» Hausrotschwanz. Er wird auf Balken, in Schlupflöchern, sogar in offenen Schöpfen oder Garagen nisten. Jetzt singt er von Hausgiebeln herab.Die besten Sänger kommen zuletzt. Die Mönchsgrasmücken können es durchaus mit den Amseln aufnehmen. Offenbar kommen mehrere gleichzeitig an. Kaum fängt ein Männchen an zu singen, fallen zwei weitere in den Gesang ein. Wer am schönsten singt und den besten Brutplatz anbieten kann, gewinnt als erster ein Weibchen.

 

Februar Beobachtungen 2020

Heidi Aemisegger, Edith Altenburger

Foto von Fredy Buchmann: Sperber halten sich im Winter öfter in der Nähe von Futterstellen auf.

Mildester Winter in der Schweiz geht zu Ende, die Natur entwickelt sich zu früh. Was bringt der Frühling für Mensch und Tier?

Der Weg dem Giessen entlang zwischen Räfis und dem Zentrum ist beliebt. Mit offenen Augen und Ohren gibt es fast immer etwas zu erleben. Bäume und Sträucher am Bach Bord und in den nahen Gärten bieten vielen Lebewesen Nahrung und Schutz. Am auffallendsten sind die beiden Graureiher, die sich von nah betrachten lassen. Wer Geduld hat, kann am Bach Bord den winzigen Zaunkönig umherhuschen sehen. Das wertvolle Wäldchen zwischen Giessen und Heldaustrasse mit den hohen Bäumen ist Lebensraum für einen grossen Teil der Vögel, die hier überwintern. Für einige ist es auch künftiger Brut Ort. Zurzeit singen Rotkehlchen, Grün-, Buch- und Distelfinken. Auf dem Waldboden wird eifrig nach Futter gepickt. Ein Buntspecht Paar hämmert an einem Baumstamm. Eine Wasseramsel fliegt tief über dem Wasser auf der Suche nach einem Nistplatz. Über allem Kreisen zwei Rotmilane. Der Biber hat sich durch seine neuen Frassspuren verraten.

16.2. Föhniger Sonntag mit 15 Grad. Bei der Gründeponie Buchs sind 30 Graureiher eifrig am Nestbau. Sie sind nicht zu überhören mit ihren Streitereien. Das eigene Nest muss immer gut behütet werden, ansonsten wird Nistmaterial auf beigen und brechen vom Nachbarn rausgeholt. Diese Unruhe herrscht bis alle Nester fertig gestellt sind.

Sperber mit Erfolg

21.2 Die Vogelfutterstelle ist gut besucht, dies bleibt auch dem Sperber nicht verborgen. Sperber halten sich im Winter öfter in der Nähe von Futterstellen auf, da ist für sie der Tisch reich gedeckt.

Eine Türkentaube ist unaufmerksam. So kann ein Sperberweibchen diese im bodennahen Flug überraschen. Die Beute wird mit den Füssen (Fängen) gegriffen und getötet, die Krallen werden dabei so lange in die Beute gebohrt, bis diese aufhört sich zu bewegen. Ungestört in einer Buschgruppe wird die Taube gerupft und gefressen.

Die Weibchen sind fast doppelt so groß und schwer wie die Männchen. Weibchen sind mit 35–41 cm Körperlänge und einer Flügelspannweite von 67–80 cm knapp größer als ein Turmfalke und reichen in der Grösse an kleine Habicht-Männchen heran. Oberseits sind sie schiefergrau und unterseits braungrau gebändert. Sperber-Männchen sind mit 29–34 cm Körperlänge und einer Flügelspannweite von 58–65 cm deutlich kleiner. Die Oberseite ist schiefergrau, oft bläulich überhaucht, Wangen rostrot, Brust und Bauch rostrot gebändert.

Sperber ernähren sich fast ausschließlich von kleinen Vögeln. Gelegentlich werden auch kleine Säugetiere wie Mäuse oder Fledermäuse und kleine Reptilien erbeutet. Männchen schlagen in Mitteleuropa vorwiegend Vögel von Meisen-, Finken- und Sperlingsgrösse, maximal etwa bis zur Grösse einer Amsel. Weibchen erlegen auch noch Vögel von der Grösse einer Ringeltaube (grösste Taube).

Weisse Blütenpracht

24.2. Der Waldboden zwischen Rans und Räfis ist weiss, voller Märzenglöckchen (auch Märzenbecher genannt) und Schneeglöckchen. Getrennt voneinander bedecken sie grosse Flächen. Beide Arten sind Wildblumen und werden als selten eingestuft. Sie sind oft auch die ersten Blumen in den Gärten. Am Waldrand duftet und spriesst der Bärlauch. Gegen Rans, wo es etwas wärmer ist, blühen die Leberblumen.

28.2 Die Goldammern sind wieder am Rheindamm anzutreffen. Kleine, gelbe Sonnenstrahlen in diesem ausserordentlich frühen Vorfrühling.

Ornithologische Beobachtungen im Dezember 2019

Heidi Aemisegger, Edith Altenburger

Foto von Fredy Buchmann: Das Teichhuhn mit seiner unverkennbaren weissen Flankenlinie.

Über den Winter tummeln sich viele Wasservögel am Werdenbergersee. Schwäne (offiziell Höckerschwäne), Stockenten und Blässhühner (Taucherli) sind bekannt. Dazwischen, leicht zu übersehen, suchen einige Teichhühner nach Futter. Sie sind viel kleiner und auf den ersten Blick unscheinbar. Sie verhalten sich unauffällig und sind nicht scheu. Sie haben lange grüne Beine und Zehen, ähnlich wie Hühner. Von weitem wirken sie dunkel blau-schwarz, mit weissem Streifen an den Flanken. Zurzeit ist der Schnabel leuchtend rot, mit gelber Spitze, kein breiter Entenschnabel. Auf dem Wasser wirkt das Teichhuhn klein. Es bewegt den Kopf ruckartig. Es hat keine Schwimmfüsse, kann jedoch sehr gut über Schilf und Gestrüpp klettern. An Nahrung fehlt es nie, weil es pflanzliche und tierische Nahrung frisst, auf dem Land und im Wasser, und hier natürlich auch das Brot.

Merkwürdig ist, dass gegen den Frühling hin die meisten Teichhühner verschwinden. Im vergangenen Sommer wurden nur zwei hie und da gesehen, leider auch keine Jungen. Zum Brüten brauchen Teichhühner eine dichte Ufervegetation an kleinen Seen oder Tümpeln. Wichtig ist ein gutes Versteck am Flachwasser. Bruten zu entdecken ist daher schwierig. Der Werdenbergersee genügt diesen Ansprüchen nicht.

Einen Dauergast gibt es am See

Eine männliche Tafelente ist etwa seit drei Jahren dauernd hier, nicht freiwillig. Der linke Flügel ist fluguntauglich. Sonst ist der Erpel nicht behindert. Farblich fällt er etwas aus dem Rahmen. Kopf und Hals sind rostbraun, der Rücken silbergrau. Leider hat er nur selten und vorübergehend Gesellschaft von Artgenossen. Er hat sich den Stockenten angeschlossen.

Futterstellen sind gut besucht

28.12. Nun wagt sich auch die scheue Heckenbraunelle an den Futterplatz. Es ist ein brauner Vogel von Gestalt her mit dem Rotkehlchen zu verwechseln, die Farbe ähnelt derjenigen des Hausspatzenweibchens. Der Schnabel ist dünn. Bei gutem Licht oder mit dem Fernglas sieht man dann den grauen Kopf, die graue Brust und die schwarzen Längsstreifen im braunen Rücken. Ein Teil von ihnen zieht im Winter in Richtung Mittelmeer. Wer hier bleibt stellt von der sommerlichen Insektennahrung um auf kleine Sämereien.

Die Heckenbraunelle ist hier ein häufiger Brutvogel, vor allem im obersten Drittel des Bergwaldes. Sie lebt und brütet auch dort im Verborgenen. Zur Paarungszeit sitzen die Männchen oft auf Baumspitzen und singen. Daraus kann man auf die Häufigkeit der Art schliessen.

31.12. An der Futterstelle herrscht ein grosses Gedränge, denn die Temperaturen sind gefallen. Bei dieser grossen Ansammlung von Kleinvögeln, die da sind: Haus-, Feldsperlinge, Rotkehlchen, Buchfinken, Amseln, Türkentauben, Elstern, Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen, bleiben auch Greifvögel nicht fern. Zwei Sperber versuchen mit einem Überraschungsangriff ihr Glück. Doch die Kleinvögel sind aufmerksam und können sich in die nahen Sträucher retten. Der Futterplatz bleibt verweist, bis wiederum der Hunger obsiegt.

Januarbeobachtungen 2020

Heidi Aemisegger, Edith Altenburger

Foto von Fredy Buchmann: Ein sehr kleiner Fink mit kurzem Kegelschnabel, der Girlitz

Foto von Fredy Buchmann: Ein sehr kleiner Fink mit kurzem Kegelschnabel, der Girlitz.

Es ist zu beobachten, dass bei zunehmender Erwärmung immer mehr Zugvögel kürzere Strecken ziehen oder sogar Standvögel werden. Die Flugrouten haben sich im Vergleich zu früher um ein Drittel (NABU) verkürzt. Einige, sowie Weissstorch, Star, Schwarzkehlchen, Girlitz und Distelfink versuchen ihr Glück hier zu überwintern. Sie werden die besten Nistplätze besetzen können. Die später eintreffenden werden ihr Nachsehen haben.

2.1. Ein Starenschwarm zu Jahresbeginn ist eher ungewöhnlich. Beobachtete hat ihn Frau Rothenberger in ihrem Garten an der Südgrenze. Die schwarzen Vögel voller weisser Tupfen verpflegen sich am Fettkasten und auf der Wiese nebenan. Einzelne Stare gab es hie und da im Winter, aber so viele?

Im Herbst sind grosse Schwärme häufig. Obstbäume sind dann in kurzer Zeit leergefressen. Obstplantagen und Rebberge müssen mit Netzen geschützt werden. Als beinahe Allesfresser hat der Star kaum Nahrungsengpässe. Gerne sucht er bei weidenden Tieren nach Insekten. Ihm nützt die intensive Bewirtschaftung. Seit etwa Mitte des letzten Jahrhunderts hat er sich stark vermehrt und gilt heute als der häufigste Vogel im Kulturland. Vor 70 Jahren hat man den Nistkasten auch Starenkasten genannt. Man hat auf die Ankunft der Stare gewartet, dann wurde es bald Frühling. Stare waren damals längst nicht so häufig wie jetzt.

12.1. Die Wasservogelzählung am Rhein kann erst um 9 Uhr 30 gestartet werden, denn dichter Nebel verhindert einen früheren Start. Die Wasseramseln haben bereits wieder ihre Reviere in der Rheinstrecke bezogen und singen.

Die kleinsten Finkenvögel

21.1. Nach einer kalten Winternacht beginnt der Boden aufzutauen. Auf einer niedrig bewachsenen Brache suchen viele Wacholderdrosseln nach Futter. Diese grossen Vögel sind gut zu erkennen. Dazwischen huschen kleine Federbällchen umher. Dank Fernglas können sie als Girlitze erkannt werden. Es sind die kleinsten Finkenvögel, so klein wie Blaumeisen. Sie suchen nach Samen. Wenn sie im Schwarm auffliegen, blitz es bei einigen gelb auf dem Rückenende. Sitzen sie ausnahmsweise auf einem Baum, sieht man die gelbe Vorderseite des Männchens. Weibchen und Jungvögel vom letzten Sommer sind grün-gelblich und überall dunkel gestrichelt.

Die meisten Girlitze sollten jetzt im Süd- oder Westeuropa sein. Auch sie gehören offenbar zu den Kurzstreckenziehern, die immer mehr versuchen, hier zu überwintern.

27.1.Die Girlitze sind immer noch hier. Sie haben das Futterhaus am Giessen entdeckt und verbringen dort den Vormittag. Was machen sie, wenn der Winter doch noch kommt?

30.1. Die Girlitze haben sich die Futterstelle am Giessen gemerkt. Nach dem Sturm und Schneetreiben fressen sie sich dort satt. Im Notfall würde auch der Wassersaum am Giessen Bord etwas Nahrung bieten, weil dieser nur bei sehr tiefen Temperaturen gefriert.

31.1. Der Januar verabschiedet sich mit frühlingshaften Temperaturen. Die Amseln, Grünfinke und Girlitze tanken Sonne in den Baumkronen am Giessen und singen um die Wette.

 

Ornithologische Beobachtungen im November 2019

Heidi Aemisegger, Edith Altenburger

Foto von Edith Altenburger: Prachtvolles Männchen der Mandarinente

In höheren Lagen ist der erste Schnee gefallen, nun besuchen Vögel gerne unsere Gärten mit einheimischen Sträuchern und Bäumen.

3.11. Die Gartenvögel sitzen auf der alten Föhre und warten auf das kleine Frühstück in Form von Kernen. Es ist unterhaltsam, ihnen bei den verschiedenen Fressgewohnheiten zuzuschauen.

Die Buchfinken und Hausspatzen brauchen etwas Zeit, bis sie sich auf den Balkon wagen. Da bleiben sie dann und picken und picken bis sie etwas verscheucht. Kohl- und Blaumeisen holen sich einen Kern, fliegen damit auf den Baum, öffnen und fressen das Stück, und schon holen sie den nächsten Kern, immer hin und her.

Am quirligsten ist die Tannenmeise, es ist die kleinste unseren Meisen. Geschickt schlüpft sie zwischen den anderen durch, packt etwas und ist schon wieder weg. Sie ist zurzeit die einzige ihrer Art, man erwartet sie eher im Fichtenwald. Ihr Brutgebiet und der Sommeraufenthalt liegt in der oberen Waldgrenze. Dort brütet sie in Baum- oder Wurzelhöhlen. Nach dem Brüten versammeln sich kleine Trupps und suchen zuoberst in den Nadelbäumen nach Insekten. Wer jedoch im Winter hier bleibt, muss notgedrungen auf Sämereien umstellen können.

Die Tannenmeise gleicht ein wenig der Kohlmeise. Der schwarze Streifen auf der Vorderseite fehlt, auffallend ist der grosse weisse Fleck im Nacken. Bei der sichtbar kleineren Tannenmeise ist die Vorderseite weiss, bei der Kohlmeise gelblich.

Auch Fallobst wird geschätzt

10.11. Ein grösserer Schwarm Wacholderdrosseln pickt an den Falläpfeln in der Baumschule. Im dichten Gras sind sie fast unsichtbar. Da sie noch nicht lange hier sind, erschreckt sie ein vorbeifahrender Zug. Alle fliegen auf und bilden eine Wolke. Sonst wären sie nicht entdeckt worden.

Wasservogelzählung

18.11. Es ist Wochenende der Schweizer Wasservogelzählung. Am Werdenbergersee ist nach mehreren Jahren der wunderschöne Erpel der Mandarinente aufgetaucht. Das leuchtende orange Federkleid ist unverwechselbar. Ursprünglich stammt die Art aus Ostasien. Wegen des besonderen Aussehens wurde sie als Ziervogel in Volieren gehalten, privat und auch in Zoos. Einige sind entwichen und haben in der Nähe von versteckten Gewässern eine freilebende kleine Population gebildet, so in Bad Ragaz. Wahrscheinlich kommt unser Gast von dort. Im neuen Brutvogelatlas werden pro Jahr 10 – 17 Bruten aufgeführt, eine davon in Bad Ragaz. Gebrütet wird in Baumhöhlen, hie und da in grossen Nistkästen. Mandarinenten halten sich gerne unter überhängenden Ästen auf, wie der Erpel auf der Städtliseite am See.
Bei den Winterzählungen der Vogelwarte werden pro Jahr schweizweit 50 - 100 Individuen festgestellt. Natürlich gibt es auch Mandarin Weibchen. Sie ist auf den ersten Blick wirklich eine «graue Maus». Grau-braun gesprenkelt, mit einer hübschen hellen Gesichtszeichnung, ist sie schwierig zu finden. Vor einem Jahr wurde sie am See entdeckt, leider noch nie ein Paar.

Auch am Rhein werden die Wasservögel gezählt. Keine Wasseramsel wird gesichtet. Ist ihnen das Wasser zu trüb um Nahrung zu finden? Ja, sie haben einen besseren Platz gefunden. Der renaturierte Werdenberger Binnenkanal bietet ihnen ein Schlaraffenland an Nahrung. Hier finden sie im Wasser lebende Larven von Eintags-, Stein- und Köcherfliegen. Auf der zwei Kilometer langen Strecke tummeln sich zurzeit 17 Wasseramseln. Bald werden die Revierkämpfe beginnen, denn diese Strecke reicht nur für drei Brutpaare um Junge aufzuziehen. Ein Grossteil von ihnen wird in höhere Lagen ziehen um zu brüten.

30.11. Ein Schwarzspecht Männchen pendelt mit lauten prü-prü-prü Rufen zwischen alten Baumbeständen auf Liechtensteiner- und Schweizerseite hin und her. Nach dem Landen ist sein durchdringendes «kliäh» zu hören. Der erste Schnee hat ihn in tiefere Lagen getrieben.